Sparen mit Schulen

26. März, 2008

Die Politik hat die Schule wiederentdeckt. Die SP fordert Tagesschulen für alle, die SVP bekämpft das HarmoS-Konkordat, weil es unter anderem eine Schulpflicht (resp. Kindergarten-Pflicht) ab vier Jahren vorsieht. Die Gründe der SVP sind offensichtlich: man will auf keinen Fall, dass der “Staat die Erziehung übernimmt” und man möchte natürlich auch ja keine zustätzlichen Kosten für die Bildung.

Gerade zum letzteren Punkt habe ich einen Tipp für die SVP und alle, denen die SVP-Argumente auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen: Je früher wir Kinder aus bildungsfernen Schichten und Kinder mit Migrationshintergrund in einen (idealerweise ganztages-)Kindergarten bringen, desto besser. Mit so jungen Jahren lernen Kinder etwa neue Sprachen spielend und können auch sonst besser integriert werden, bevor die effektive Schule anfängt. Das schafft Chancengleichheit und die Voraussetzungen, um spätere schulische Misserfolge zu verhindern. Und was solche Frühförderung auch immer kosten mag: schulische Probleme und anschliessende, oft lebenslange Probleme auf dem Arbeitsmarkt, sind für die Staatskasse letztlich teurer.

Investieren wir also gross in die ganz kleinen, und nicht später in lebenslange Sozialstaatkosten.

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